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2017-06-11. – LeseTB #8 III – ‚Leben‘ von Karl Ove Knausgård … die Dritte ;-)

Juni 11, 2017

05.06. … 19.58 Uhr … Terrasse 

Ich habe beim Lesen völlig vergessen Notizen zu machen. Ich habe einfach gelesen, gelesen und gelesen, über das Schreiben, über Sex, über Musik und über das ‚Leben‘ im äußersten Norden. Über das ‚Leben‘, wenn es ständig Nacht ist.

Faszinierend, dass Begriffe wie Heimat, Familie, Saufen, Schreiben, Sex, Musik und Natur für Karl Ove Knausgård augenscheinlich den Begriff ‚Leben‘ prägen. Mir kommt es so vor, als ob in den anderen Teilen seines autobiografischen Werkes weniger statische ‚Begriffe‘ eine Rolle spielten.

23:45

Karl Ove schreibt u.a. über richtige Gelegenheiten ein Buch zu Ende zu lesen, ich breche das Lesen ab, um den richtigen Moment zu finden, ein Buch zu beenden. Heute Nacht wäre doof. 

08.06. … 20:34 … Wäscheschapp:

Den Rest habe ich dann einfach weiter gelesen, mit Lust gelesen, gelesen, gelesen, einfach gelesen, wie ich das ganze Buch einfach gelesen habe.

Vielleicht muss man gar nicht jedes Buch, das man liest kommentieren. Vielleicht kann man ein Buch auch einfach mal lesen. Es gab kleine Happen und es gab große Happen, kleine unspektakuläre Happen, kleine Berührtheiten und kleine Besonderheiten. Kleine Weichen und große Weichen die Karl Ove Knausgård da in seinem Jahr in Nord-Norwegen für sein ‚Leben‘ gestellt hat. Aber jeder einzelne Happen war für mich, den Leser eine kleine Flucht in ein kleines Dorf in Nord-Norwegen, eine kleine Reise. 

Ich mag das Erzählen des Herrn Knausgård sehr, sehr gern. (Im Nachgang erinnert es mich wirklich ein wenig an Knud Hamsun.)

Knausgård gehört zu den Schreibern, bei denen ich ein gewisses Setting brauche, um mit dem Lesen nicht mehr aufhören zu können.( später Abend/ früher Morgen, Rotwein/ Viel Kaffee, morgen frei/ heute frei, Muße/ Muße.) In solchen Momenten, wenn ich mich einlasse, denke ich, ich sollte mit dem Schreiben aufhören, weil es das schon gibt, was ich im Kopf habe: Die Existenz eines Kindes der Achtziger beschreiben. 

Was bleibt ist eine Zeit im Lauf der Welt. Es bleibt eine kurze Spanne der Weltgeschichte, in der ich auch groß geworden bin, es bleibt Musik.

Hier meine Auseinandersetzung damit:
Ein Spotify-Mix, u.a. mit den im Buch erwähnten Bands.

Ein tolles Buch. Nur komme ich nicht davon weg, das Ende irgendwie plump zu finden. Da hätte Herr Knausgård auch nochmal genausogut in irgendeine Ecke kotzen können, um die Attitüde zu erhalten.

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